Meniskusverletzungen

gesunder Meniskus (blaue Pfeile)

Typische Mechanismen, die zur Verletzung eines Meniskus führen können, sind z.B. Rotationstraumen bei Kontaktsportarten oder anderen Freizeitaktivitäten. Bei einem degenerativ vorgeschädigten Meniskus können auch Bagatelltraumen zu Strukturschädigungen führen. Dabei ist der Innenmeniskus 3-mal häufiger betroffen als der Außenmeniskus. Typisch sind Schmerzen am Knieinnen- bzw. -außenrand, Rotationsschmerzen sowie gelegentlich auch ein Blockadegefühl. Begleitend findet sich ein mehr oder weniger ausgeprägter Gelenkerguß. Die Belastbarkeit des betroffenen Kniegelenks ist z.T. erheblich eingeschränkt.

Operationstechnik

Ist der Riß nicht älter als ca. 1 Woche und im gut durchbluteten Bereich an der Basis lokalisiert, kann bei jungen, aktiven Patienten eine Meniskusnaht durchgeführt werden. Dies stellt jedoch erfahrungsgemäß einen Ausnahmefall dar und ist mit einer bis zu 6 Wochen dauernden eingeschränkten Belastbarkeit verbunden. Zur Naht des Meniskus werden spezielle Nahtinstrumente verwendet, welche eine arthroskopische Vorgehensweise ohne größere Traumatisierung des Gelenkes ermöglichen.

Der weitaus größte Anteil der Meniskusverletzungen weist jedoch entweder eine ungünstige Lokalisation auf oder findet sich bei älteren Patienten. In diesen Fällen wird eher eine arthroskopische Entfernung der geschädigten Anteile durchgeführt. Diese erfolgt so sparsam wie möglich, um möglichst viel der für den Gelenkknorpel so wichtigen Pufferfunktion des Meniskus erhalten zu können. Verwendet werden hierzu verschieden gewinkelte kleine Scheren und motorgetriebenen Shaver.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung ist bei Teilentfernung von Meniskusanteilen erheblich kürzer. Der Patient kann in der Regel wenige Tage nach der Operation wieder voll belasten, so daß das Risiko unerwünschter Nebeneffekte wie beispielsweise Thrombosen oder Bewegungseinschränkungen minimiert wird. Arbeitsfähigkeit besteht meist nach 2-3 Wochen, dann kann auch mit leichten sportlichen Aktivitäten (Schwimmen, Radfahren) begonnen werden. Nach 4 Wochen ist die volle Belastungsfähigkeit des Kniegelenks gegeben.

Wurde der Meniskus genäht, schließt sich hieran eine deutlich andere und aufwendigere Nachbehandlung an. Erst nach dem Fadenzug 2 Wochen postoperativ kann mit der Vollbelastung begonnen werden. Bis zur 4. postop. Woche ist das Tragen einer Kniegelenksorthese erforderlich, welche die volle Beugung verhindert. Radfahren und Kraulschwimmen sind ab der 6. Woche, Joggen ab der 8.Woche postoperativ erlaubt. Maximale Kniebeugung sollte während der ersten 3 Monate strikt vermieden werden.

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