Impingement-Syndrom am oberen Sprunggelenk

Nach Außen-, Innen- oder Syndesmosenbandverletzungen im Rahmen von Umknick-(Supinations-)Traumen v.a. beim Sport oder durch wiederholte Mikrotraumen (z. B. bei Stop-and-Go-Sportarten oder aufgrund von falschen Lauf- oder Ballschußtechniken) kann es zu Einklemmsymptomen im oberen Sprunggelenk kommen. Ursächlich sind dabei entweder in das Gelenk eingeschlagene Bandreste, Narbenstränge (sog. „Meniskoid“) oder eine chronische Reizung der Gelenkschleimhaut mit damit einhergehender Größenzunahme derselben. Auch abgesprengte knöcherne oder knorpelige Fragmente können, ebenso wie knöcherne Randzackenbildung („Osteophyten“) bei Arthrose oder Fehlbelastung, verantwortlich sein.

Nach Röntgen- und ggf. zusätzlicher MRT-Diagnostik kann nach bestimmten akuten Verletzungen ein konservativer Therapieversuch unternommen werden.
Konsequente Ruhigstellung, ggf. unter Zuhilfenahme einer Bandage sowie lokale Infiltrationen und Schmerzmedikation führe in vielen Fällen zu einem Ausheilen der Beschwerden. Bei chronischen Instabilitäten sollte ein physiotherapeutisches Gesamtkonzept mit Propriozeptionstraining und Schulung der Koordination zur Anwendung kommen.

Operationsverfahren

Führen die konservativen Maßnahmen nicht zum Erfolg, sollte die arthroskopische Sanierung über mehrere kleine, je nur ca. 0,5 bis 1 cm messende Hautschnitte erfolgen. Weichteilige Veränderungen werden dabei mit einem Shaver oder einer Elektrosonde beseitigt. Freie Gelenkkörper können mittels spezieller Faßzangen geborgen werden. Knöcherne Anbauten werden mit Hilfe einer kleinen Fräse abgetragen.

Nachbehandlung

Während der ersten postoperativen Woche erfolgt die Mobilisation in einem Spezialstiefel mit Sohlenkontakt bei begleitender Thromboseprophylaxe. Abhängig vom klinischen Befund kann spätestens nach der Entfernung des Nahtmaterials am 10.-12. postoperativen Tag zur Vollbelastung übergegangen werden.