Achillessehnenruptur

Der rote Pfeil zeigt die deutliche Delle im Bereich der Achillessehnenruptur

Die Achillessehne reißt meist auf der Basis einer bereits länger bestehenden degenerativen Vorschädigung. Deshalb sind auch häufig Menschen im mittleren Alter und selten junge Patienten betroffen. Bei ungewohnter sportlicher Betätigung oder auch bei Alltagstätigkeiten hört der Patient oftmals einen regelrechten Knall und erfährt einen plötzlichen stechenden Schmerz im Bereich der Achillessehne. Das Bewegen und Belasten des Fußes ist zwar noch möglich, der Zehenspitzenstand ist jedoch bei einem Sehnenriß unmöglich.

Ruptur der Achillessehne an typischer Stelle

Operationstechnik

Eine konservative Vorgehensweise ist allenfalls bei älteren Patienten oder auch bei kleineren Teilrupturen der Sehne zu empfehlen. In den meisten Fällen jedoch wird die Ruptur der Achillessehne operativ mittels einer Sehnennaht versorgt. Dabei werden die Sehnenenden im Rupturbereich gesäubert, dann adaptiert und vernäht. Bei sehr ansatznahen Rissen wird die Sehne mittels spezieller Knochenanker am Fersenbein refixiert.

Nachbehandlung

In der modernen Nachbehandlung wird heutzutage an Stelle einer postoperativen Gipsversorgung eine mehrwöchige Ruhigstellung im Spezialschuh (in Spitzfußstellung) mit einer stufenweise herausnehmbaren Absatzerhöhung durchgeführt. Die gesamte notwendige Nachbehandlung mit Physiotherapie oder Reha kann langwierig sein. Spätestens 6-8 Wochen nach der Ruptur sollte aber ein beschwerdefreies regelrechtes Gangbild, nach 9-12 Monaten die volle Sportfähigkeit erreicht sein. Berufsfähigkeit ist abhängig von der Tätigkeit zwischen 2 und 12 Wochen nach der Operation wieder gegeben.