Schultereckgelenksarthrose (Acromioclavikulargelenksarthrose)

Knöcherne Anbauten bei Arthrose des
Schultereckgelenks (rot)

Bei der Arthrose des Schultereckgelenks findet sich eine lokale Druckschmerzhaftigkeit über dem gut tastbaren Gelenk. Das Abspreizen der Schulter ist endgradig schmerzhaft eingeschränkt. Knöcherne Anbauten an der Unterseite des Gelenkes können den sogenannten subacromialen Raum einengen und so zu einer lokalen Schleimbeutelreizung sowie Schädigung der in unmittelbarer Nachbarschaft verlaufenden Rotatorenmanschette führen.
Anfangs kann mit lokaler Infiltrationstherapie, ggf. unter Hinzunahme von Wärme- oder Kältetherapie konservativ therapiert werden. Sollte es hierunter zu einem weiteren Fortschreiten der Beschwerden kommen, verbleibt die operative Therapie.

Knöcherne Anbauten bei Arthrose des
Schultereckgelenks (rot)

Operationstechnik

Im Rahmen einer Arthroskopie des Schultergelenkes erfolgt die Entfernung des entzündeten Schleimbeutels unter dem Schulterdach. Anschließend werden einengende knöcherne Anbauten mit einer kleinen Knochenfräse entfernt, bevor das Schultereckgelenk von der Unterseite her freigelegt wird und ein ca. 5 mm breites Stück des seitlichen Schlüsselbeins abgetragen wird. Hierdurch wird der Kontakt der beiden durch die Arthrose geschädigten Gelenkflächen aufgehoben und so die Schmerzursache beseitigt.

Nachbehandlung

Ab dem ersten Tag nach der Operation darf der Arm im schmerzfreien Bereich unter physiotherapeutischer Anleitung aktiv und passiv bewegt werden. Damit wird auch Verklebungen und Verwachsungen vorgebeugt. Die Rückkehr an den Arbeitsplatz ist bei Patienten ohne wesentliche berufsbedingte Belastung der Schulter nach ca. 2-4 Wochen möglich. Bei Patienten mit schwerer körperlicher Arbeit oder vorwiegend Überkopfarbeit verlängert sich die Rehabilitationsphase auf ca. 6 Wochen. Parallel hierzu können auch wieder entsprechende Freizeitaktivitäten begonnen werden.