Stoßwellentherapie

Die Stoßwellentherapie ist eine Behandlung, mit der u.a. folgende Erkrankungen behandelt werden können:

  • Verkalkung der Schulter (Tendinosis calcarea)
  • Fersensporn
  • Tennis- oder Golferellenbogen
  • Achillessehnenreizung (Achillodynie)
  • muskuläre Verspannungen (Triggerpunkte)

Grundlagen

Nach der Erzeugung von Schalldruckwellen kommt es durch deren rhythmische und wiederkehrende Anwendung zur Zerrüttung eines Festkörpers, beispielsweise einer Verkalkung. Die Verkalkung wird durch die Stoßwellenbehandlung zertrümmert, kann dann vom Körper aufgenommen und auf dem Blutweg abtransportiert werden.
Chronische Entzündungen können sich lösen, der Schmerz wird gebessert und die Beweglichkeit nimmt zu.

Therapie

Bevor eine Stoßwellentherapie durchgeführt wird, muß zunächst der krankhafte Bereich durch eine Ultraschalluntersuchung oder mit Hilfe von Röntgenbildern genau lokalisiert werden. Auf diesen betroffenen Bezirk wird der Schallkopf des Stoßwellengeräts exakt eingestellt und das Gebiet mit Stoßwellen „beschossen“. Eine einzige Stoßwelle ist als lauter Ton zu hören und wird als Schlag, etwa wie bei einem kleinen Hammerschlag, empfunden. Die Häufigkeit der Stöße beträgt in etwa 60-300 pro Minute, die Stoßstärke kann individuell angepaßt werden. Insgesamt gibt das Gerät dabei 1.500 bis 2.500 Impulse in kurzer Zeit ab. Je nach Krankheitsbild können bis zu fünf Sitzungen durchgeführt werden.

Komplikationen und Risiken

Mit schwerwiegenden Komplikationen ist bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie nicht zu rechnen. In manchen Fällen können Schwellungen oder oberflächliche Hauteinblutungen entstehen. Selten verstärkt sich anfangs der Schmerz im behandelten Gebiet, um gegen Ende des Behandlungsintervalls deutlich abzuklingen.