Schnellender Finger

Der schnellende Finger ist ursprünglich eine Erkrankung der Beugesehne eines oder mehrerer Finger. Der Patient bemerkt typischerweise eine zunehmende Blockierung des Fingers beim Beugen bzw. Strecken. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Finger teilweise nicht mehr über den Widerstand hinaus bewegt werden – es muß mit der anderen Hand nachgeholfen werden. Das Überwinden des Widerstandes wird letztlich auch zunehmend schmerzhafter.

Die Sehne läuft durch eine Führung (Sehnenscheide), welche an mehreren Punkten durch straffe Ringbänder verstärkt ist. Beim schnellenden Finger hat sich eine Verdickung (z.B. durch ein Ganglion) der Sehne gebildet, welche nun beim Durchtritt durch eines der Ringbänder zu Problemen führt. Diese lokale Verdickung kann oft getastet werden. Meistens liegt die Engstelle im Bereich des ersten Ringbandes.

1. Sehnenverdickung, 2. Ringband

Operationstechnik

Als Therapieverfahren wird nun nicht die Verdickung der Sehne angegangen, sondern schlichtweg das entsprechende Ringband operativ gespalten. So hat die Sehne wieder Platz und kann ungehindert gleiten. Für den Zugang zu dem entsprechenden Ringband ist in der Regel lediglich ein ca. 1-2 cm langer, querverlaufender Hautschnitt nötig, über den das Ringband gespalten wird.

Nachbehandlung

Der betroffene Finger kann unmittelbar postoperativ wieder frei bewegt und nach Entfernung des Nahtmaterials am 8.-10. postoperativen Tag wieder normal belastet werden.