Distale Radiusfraktur

Den häufigsten Knochenbruch beim Menschen überhaupt stellt die distale Radiusfraktur dar, der Bruch der Speiche nahe dem Handgelenk. Die Fraktur entsteht in der Regel durch einen Sturz auf das gestreckte oder gebeugte Handgelenk. Typische Symptome sind Druckschmerz, Fehlstellung mit Bewegungseinschränkung und Schwellung der Weichteile.
Die Behandlung einer einfachen Radiusfraktur ohne Gelenkbeteiligung hängt vom Ausmaß der Verschiebung und Instabilität im Bruchbereich ab. Ohne Verschiebung der Bruchenden erfolgt eine einfache Ruhigstellung mit einem Gipsverband für ca. 6 Wochen. Bei einfacher Verschiebung erfolgt zunächst die Einrichtung des Bruches in lokaler Betäubung und anschließend die Ruhigstellung im Gipsverband.
Ist der Bruch instabil und das Einrichten nicht möglich, erfolgt die Behandlung operativ.

Operationstechnik

Bei der sogenannten winkelstabilen Plattenosteosynthese wird zumeist von beugeseitig die Haut über dem Bruch eröffnet und dieser dann unter Sicht wieder eingerichtet. Anschließend wird er unter Röntgenkontrolle über eine T-förmige Platte mit Schrauben fixiert.

 

Nachbehandlung

Nach einer Plattenosteosynthese wird das betroffene Handgelenk bis zur Entfernung des Nahtmaterials am 10.-12. post-operativen Tag mittels einer Gipsschiene ruhiggestellt. Anschließend wird diese abgenommen und zügig mit der Mobilisation des Gelenkes begonnen.