Morton Neurom

typische Lage des Morton-Neuroms (rot)

Hierbei kommt es zu einer mechanischen Reizung eines Fußnervenastes zwischen dem 2. und 3., häufiger zwischen dem 3. und 4. Mittelfußknochen. Es entsteht eine lokale Auftreibung des betroffenen Nerven, ein sogenanntes Neurom. Ausgelöst werden die damit verbundenen Schmerzen entweder durch Druck zwischen zwei Mittelfußknochenköpfchen oder Druck gegen die diese Knochen verbindenden Bänder. Die Schmerzen werden typischerweise als „einschießend stechend“ oder „elektrisierend“ beschrieben. Durch einen gleichzeitigen Druck von ober- und unterhalb des Fusses, knapp hinter den Mittelfussköpfchen, läßt sich die Schmerzsymptomatik provozieren. Durch die Magnetresonanztomographie (MRI) kann die Diagnose bewiesen werden.

Druckentlastung durch das Tragen weiten Schuhwerks oder Barfußgehen helfen in vielen Fällen. Zudem kann die lokale Infiltrationstherapie mittels Cortisonpräparaten unterstützend wirken.

Operationstechnik

Bei chronisch schmerzhaften Verläufen muß der betroffene Nervenast über einen kleinen Hautschnitt operativ angegangen werden. Unter sorgfältiger Schonung der umgebenden Sehnen-, Gefäß- und Nervenstrukturen wird das Neurom freipräpariert und entfernt. Die Schmerzsymptomatik wird damit zum Verschwinden gebracht. Jedoch kann in ca. 30% der Fälle mit einer bleibenden Gefühllosigkeit in der Schwimmhautfalte und den beiden benachbarten Zehenhälften gerechnet werden, die allerdings nicht stört.

Nachbehandlung

Postoperativ wird bis zum Fadenzug am 10.-12. Tag ein Verbandsschuh getragen, bevor der Patient zügig zur Vollbelastung übergehen kann.