Hallux rigidus (Arthrose des Großzehengrundgelenks)

Arthrose im Großzehengrundgelenk (rot)

Der Hallux rigidus bezeichnet den Knorpelverschleiß im Großzehengrundgelenk, welcher von Schmerzen sowie einer mehr oder weniger ausgeprägten Einschränkung der Beweglichkeit begleitet wird. Diese Erkrankung ist allenfalls in Ausnahmefällen von größeren Deformitäten der Großzehe begleitet. Die betroffenen Patienten klagen über lokale Schmerzen mit Einschränkung der Abrollbewegung des Fußes sowie lokale Schwellung. Geholfen werden kann in diesen Fällen mit der Verordnung von steifen Einlagen in Kombination mit sogenannten Ballenrollen, welche ein schmerzfreies Abrollen über den Vorfuß wieder möglich machen.

Operationstechnik

Bei Versagen der konservativen Therapie bleiben abhängig vom Schweregrad der Arthrose mehrere operative Verfahren.

Eine Option bei leichtgradiger Arthrose stellt die sogenannte „Cheilektomie“ dar. Dabei wird etwa ein Drittel des 1. Mittelfußköpfchens sowie ggf. zusätzlich des Grundglieds mitsamt den störenden knöchernen Auswüchsen (Osteophyten) schräg abgetragen. Der für die Schmerzen bei der Abrollbewegung der Großzehe verantwortliche Knochenkontakt wird so beseitigt.

 

Eine fortgeschrittene Arthrose wird bei jüngeren, aktiven Patienten bevorzugt mit einer Versteifung des Großzehengrundgelenks („Arthrodese“), bei älteren, eher immobilen Patienten mittels einer Gelenkprothese versorgt.
Bei der Arthrodese erfolgt nach der Entfernung der zerstörten Gelenkflächen die Verschraubung des Gelenkes in anatomischer Position.

Die Gelenkprothese ersetzt die zerstörten Gelenkflächen. Da bezüglich der Haltbarkeit der Prothese noch keine gesichteren Langzeitergebnisse vorliegen, bleibt diese Versorgung bislang vor allem älteren Patienten vorbehalten.

Nachbehandlung

Bei der Cheilektomie wird bis zur Entfernung des Nahtmaterials am 12.-14. Tag ein spezieller Verbandsschuh verordnet. Anschließend kann zügig wieder normales Schuhwerk getragen und voll belastet werden.
Nach der Arthrodese des Großzehengrundgelenks wird für 6-10 Wochen ein sogenannter Vorfußentlastungsschuh getragen. Dieser ermöglicht das regelrechte, ungestörte Verheilen der knöchernen Strukturen. Im Anschluß darf wieder zu regulärem Schuhwerk mit voller Belastung übergegangen werden, wobei die Abrollbewegung der Großzehe bedarfsweise mit einer speziellen Ballenrolle am Schuh unterstützt wird.

Bei der Versorgung des Großzehengrundgelenks mit einer Prothese wird bis zur Entfernung des Nahtmaterials 12-14 Tage postoperativ ein Verbandsschuh getragen. Danach kann wieder zu normalen Aktivitäten übergegangen werden.