Tennis-/Golferellenbogen (Epicondylitis humeri radialis/ulnaris)

Ein sogenannter Tennis- oder Golferellenbogen (Epicondylitis) entsteht durch Überanspruchung der Unterarmbeuge- oder -streckmuskulatur. Mögliche Auslöser können beispielsweise einseitige Beanspruchung, falsche Haltung oder auch falsche Technik bei Schlägersportarten (Tennis, Badminton, Golf) sein. Die betroffenen Muskeln weisen ursprungsnah eine deutliche Druckschmerzhaftigkeit auf. Die Schmerzen können in den gesamten Unterarm ausstrahlen. Sie treten anfangs nur bei Belastung, später auch in Ruhe auf und können mit Kraftverlust einhergehen.

Zur konservativen Therapie stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Hierzu zählen lokale Kühlung und Infiltrationstherapie, Ultraschall, Akupunktur, Elektrostimulationstherapie, Muskelkräftigungsübungen, Bandagen sowie Stoßwellen-Therapie (ESWT). Auch physiotherapeutische Maßnahmen haben sich als wirkungsvoll erwiesen.

Operationstechnik

Bei Therapieresistenz ist selten eine operative Vorgehensweise erforderlich. Hierbei wird durch eine bogenförmige Einkerbung am Muskelansatz eine Entspannung der entsprechenden Strukturen angestrebt. Durch Stichelung der Muskelsehnenhülle wird das Einsprossen von Blutgefäßen und damit die Regeneration des Gewebes unterstützt. Die Durchtrennung der gereizten Nervenfasern am Knochen reduziert die Schmerzproblematik.

Nachbehandlung

Nach der Entfernung des Nahtmaterials am 10.-12. postoperativen Tag sollte der betroffene Arm für weitere 2-4 Wochen geschont werden, bevor er wieder voll belastbar ist.