Ellenhakenfraktur (Olecranonfraktur)

dtl. Abriß des Ellenhakens (Olecranon)

Der Ellenhaken (Olecranon) stellt den knöchernen Teil dar, über den die Kraft des Trizepsmuskels in den Unterarm geleitet wird. Damit wird die aktive Streckung des Ellenbogens gegen Widerstand ermöglicht.
Kommt es beim Sturz auf den Ellenbogen zum Bruch des Olecranons, bewirkt der Zug der Trizepssehne das Auseinanderweichen der Fragmente. Klinisch imponiert eine schmerzbedingt aufgehobene Beweglichkeit des betroffenen Ellenbogens mit z.T. ausgeprägter lokaler Weichteilschwellung. Die Diagnose wird in der Regel anhand einer Röntgenaufnahme gesichert.

Um die Sehne des Trizeps wieder am Unterarm zu befestigen und zusätzlich auch die Paßform des Gelenkes wiederherzustellen, bleibt nur die operative Versorgung. Konservative Methoden sind durch den ständigen Zug der Tricepssehne bei dieser Frakturform zum Scheitern verurteilt.

 

Bruchversorgung mittels Zuggurtungsosteosynthese

Operationstechnik

Hierzu wird der Bruch zunächst offen wieder eingerichtet. Anschließend erfolgt eine sogenannte Zuggurtungsosteosynthese mit zwei Drähten und einer achterförmigen Drahtschlinge unter Röntgenkontrolle.

Nachbehandlung

Die Frakturversorgung ist übungsstabil, das betroffene Ellenbogengelenk kann unmittelbar postoperativ bereits physiotherapeutisch beübt werden. Das Nahtmaterial wird am 12.-14. postoperativen Tag entfernt. Allerdings sollte das betroffene Ellenbogengelenk während der ersten 6 Wochen nach der Operation zwar bewegt, jedoch nicht belastet werden.